+ 15Theater

Nathan der Weise

Pflichtlektüre 2017/2018 - als Gastspiel buchbar

nach Gotthold Ephraim Lessing
Mit: Markus HummelRaphaela Mire BeierSimone EndresSina Baajour
Vorhang auf
+ 15Theater

Nathan der Weise

Pflichtlektüre 2017/2018 - als Gastspiel buchbar

nach Gotthold Ephraim Lessing

Ein bisschen über das Stück

Das Stück

In NATHAN, DER WEISE werden die drei Religionen Christentum, Islam und Judentum unter die Lupe genommen und sollen miteinander konkurrierend um den Posten der wichtigsten Religion kämpfen. 


Christliche Ritter schlagen im Namen ihrer Kirche Moslems den Kopf ab. Die Moslems wehren sich und schlagen ihrerseits den Christen die Köpfe ab. Und die Juden werden von Moslems und Christen verfolgt und ermordet. Was tun? Lessing gibt uns mit seinem dramatischen Gedicht "Nathan der Weise" einen Hinweis: Wir benötigen interkulturellen Dialog zwischen Christentum, Islam und Judentum, basierend auf Vernunft und Humanität. Heute, in einer Zeit fortschreitender fundamentalistischer Konflikte, wie übrigens auch zu Lessings Zeiten, nötiger denn je.

Dieser Konflikt wird anhand des Tempelherrn am besten verdeutlicht: Er, als gestrandeter christlicher Tempelritter dem Tode entronnen, rettet eine eigentlich verhasste Jüdin aus ihrem brennenden Haus, verliebt sich später in sie, will sie heiraten, bekommt von ihrem Vater, dem Juden, nicht sofort die Erlaubnis zur Vermählung, verrät danach diesen Juden bei seinem christlichen Vorgesetzten, um am Ende geläutert dazustehen und sich zu entschuldigen. Seine Dynamik gleicht einem pubertierenden Menschen, seine Richtungslosigkeit, sein aufbrausendes Wesen und sein fast ausschließlich emotionsgeführtes Handeln, gleicht durchaus dem der heutigen Jugend. Er ist die Figur, die uns veranlasste die Inszenierung zu wagen. Er kann es schaffen, den eigentlichen Inhalt des Stücks nachvollziehbar zu machen. Die beiden väterlichen Figuren Nathan, der stellvertretend für den christlich-jüdischen Glauben steht, und Saladin, als führender 
Muslim, treffen sich auf der Ebene der weisen Räte, sind Vaterfiguren, die beide weise und überlegt handeln – ohne sich von den Worten der Schwätzer und Beratenden beeinflussen zu lassen.

Die Inszenierung setzt klar auf die Aktualität des Themas und auf die körperliche Ausdrucksweise der Schauspieler. Sie lässt alles Unwichtige von der Bühne verschwinden und versucht die Jugendlichen von heute, die das Medium Theater oft nicht mehr als ihr vordergründiges Medium betrachten, packend und emotional so zu berühren, dass die Kernfrage: „Sind wir unser Volk? Sind Christ und Jude eher Christ und Jude, als Mensch?“, für sich annehmen, und neu über den aktuellen Religionskonflikt reflektieren.



Live erleben

Termine werden noch festgelegt

Wer dahinter steckt

Markus HummelRaphaela Mire BeierSimone EndresSina Baajour
Regie:Sven WisserKostüme:Sybille Gänßlen-ZeitBühnenbau:Christoph DeckerPlakat:Jascha Pansch, Markus Hummel

Was andere darüber sagen

""Gespenstisch aktuell"""Das TadD hat Lessings "Nathan der Weise" für Jugendliche aufbereitet und bleibt dabei nah am Text... ein versöhnliches Ende aber gönnt uns Wisser nicht.... (Lena Grundhuber, SWP 26.02.2016)"-- http://www.swp.de/ulm/lokales/ulm_neu_ulm/Lessings-Nathan-der-Weise-Gespenstisch-aktuell;art4329,3702469""Versöhnung vertagt"""Die Inszenierung lässt Komik zu und bleibt zurückhaltend .... besonders Endres gefällt. Am Ende blicken alle ratlos ins Publikum, begleitet von aktuellen Hassbotschaften."-- http://www.augsburger-allgemeine.de/neu-ulm/Versoehnung-vertagt-id37064652.html

mit Unterstützung von

Ihr Browser ist veraltet!

Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um diese Website korrekt darzustellen.

Den Browser jetzt aktualisieren×